Die Partei der Arbeit Zürich hat für die Abstimmungen vom 14. Juni 2026 folgende Parolen beschlossen:
Kanton Zürich
1. Verfassung des Kantons Zürich (Änderung vom 15. September 2025; Vertretung von Kantonsratsmitgliedern)
Mit der Vorlage soll es künftig den Mitgliedern des Kantonsrates möglich sein, sich unter bestimmten Voraussetzungen, bei Abwesenheiten wegen Mutterschaft, Krankheit oder Unfall, vertreten zu lassen.
JA
2. Kantonale Volksinitiative «Wohneigentum wieder ermöglichen (Wohneigentums-Initiative)»
Diese Initiative von rechts zielt komplett an den momentanen Problemen vorbei. Sie zwingt die Gemeinden, den Eigentumsbau gerade auf Kosten der gemeinnützigen Wohnungsbau zu fördern. Die Initiative verschärft die Wohnungsnot und schadet den Mieter:innen langfristig.
NEIN
3. Kantonale Volksinitiative für mehr günstige und gemeinnützige Wohnungen («Wohnungsinitiative») und Gegenvorschlag
Die Wohnungsinitiative ermöglicht es dem Kanton, mehr gemeinnützigen Wohnraum zu bauen. Da dieser keine Renditen abwerfen muss, sind Mieten hier üblicherweise nur halb so hoch. Ohne Profitmotiv kann auch ökologisch gebaut werden – für den «Markt» notorisch uninteressant, da es nicht rentabel wäre! Der Gegenvorschlag schafft keine Verbesserung.
JA zur Initiative, NEIN zum Gegenvorschlag
Stichfrage: Initiative
4. Kantonale Volksinitiative «Bezahlbare Wohnungen schützen. Leerkündigungen stoppen (Wohnschutz-Initiative)» und Gegenvorschlag
Schutz vor Leerkündigungen und steigenden Mieten: Sanierungen, die primär der Erhöhung der Mieten dienen, können mit der Initiative auf Gemeindeebene verhindert werden. Wenn Wohnungen abgerissen werden, sollen Eigentümer:innen eine vergleichbare Zahl von bezahlbaren Wohnungen erstellen. Der Gegenvorschlag ändert hingegen nichts an der aktuellen Situation.
JA zur Initiative, NEIN zum Gegenvorschlag
Stichfrage: Initiative
5. Kantonale Volksinitiative «Stopp Prämien-Schock: Für eine automatische Entlastung bei den Krankenkassenprämien»
Die Initiative «Stopp Prämien-Schock» verlangt, dass der Steuerabzug für Versicherungsprämien alle zwei Jahre an die Entwicklung der Krankenkassenprämien angepasst wird. Von diesem Steuerbschiss der SVP werden in erster Linie die Reichen und Reichsten profitieren, die dadurch enorm viele Steuern einsparen können.
NEIN
Stadt Zürich
1. Volksinitiative «ewz-Bonus für alle – 80 Millionen Franken Volksdividende»
Mit der Initiative soll das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) den Haushalten und kleineren Betrieben der Stadt einen einmaligen Bonus auszahlen. Vom Gewinn aus dem Jahr 2024 sollen 80 Millionen an die Haushalte und kleineren Betriebe zurückgegeben werden. Das macht einen Bonus von 340 Franken pro Haushalt und Betrieb aus.
JA
2. Volksinitiative «Parkplatz-Kompromiss JA»
Die Initiative der bürgerlichen Parteien will, dass die Stadt auf öffentlichem Grund mehr Parkplätze zur Verfügung stellt.
NEIN
3. Festlegung der Taxen in den Gesundheitszentren für das Alter, Änderung der Verordnung über städtische Einrichtungen für ältere unterstützungsbedürftige oder pflegebedürftige Personen (VsEP)
Der Stadtrat hat die Preise (Taxen) für Wohnen, Verpflegung und Betreuung in den städtischen Alterszentren um über 6000 Franken pro Person und Jahr erhöht. Und zusätzlich sollen in Zukunft die Preise alle zwei Jahre erhöht werden. Mit der Vorlage wird eine demokratische Mitsprache über diese Preise ermöglicht.
JA
4. Neuerlass der Verordnung über die Umsetzung von § 49 b Planungs- und Baugesetz (UmV § 49 b PBG)
Mit der Vorlage können Immobilienfirmen dazu verpflichtet werden, günstige Wohnungen zu schaffen. Die Verordnung regelt, wer eine preisgünstige Wohnung mieten darf, und nennt die Pflichten der Vermieter:innen.
JA
5. Rahmenkredit von 2,26 Milliarden Franken für thermische Netze
Mit der Vorlage wird der Ausbau der Fernwärme aus umweltfreundlichen Quellen gefördert.
JA
6. Tram Affoltern, Ausgaben von rund 159,1 Millionen Franken
Mit der Vorlage wird eine neue Tram-Linie für Affoltern geschaffen, das bisher keine Tram-Verbindung hatte.
JA
7. Neubau Recyclingzentrum Juch-Areal, Ausgaben von insgesamt 33,1 Millionen Franken
JA
8. Rahmenkredit von 69 Millionen Franken für ökologische Ersatzmassnahmen im Stadtzürcher Seebecken
Es wird ein Projekt finanziert, das ökologische Ersatzmassnahmen durch die Schaffung von Flachwasserzonen mittels sogenannter Seeschüttungen und Aufwertungen der Ufer vorsieht. Mit diesen Massnahmen sollen neue Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt geschaffen werden.
JA
9. Rahmenkredit von 40 Millionen Franken für den Jugendwohnkredit
Mit einem neuen Rahmenkredit von 40 Millionen Franken will die Stadt gemeinnützige Wohnbauträgerschaften weiterhin unterstützen. Die Trägerschaften erhalten zinslose Darlehen. Damit können sie neue Gebäude bauen, bestehende Gebäude erneuern oder Wohnraum kaufen.
JA
10. Neubau Schulanlage Höckler, Ausgaben von 141 Millionen Franken
JA
11, Ersatzneubau Schulanlage Utogrund und Instandsetzung Sportanlage Utogrund, Ausgaben von 138 Millionen Franken
JA
12. Verlängerung der Zwischennutzung des Areals Zentralwäscherei, Ausgaben von rund 7,98 Millionen Franken
JA
13. Übertrag des städtischen Grundstücks am Heidi-Abel-Weg vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen, Objektkredit von rund 20,96 Millionen Franken
Die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich plant auf einem städtischen Grundstück in Seebach eine neue Wohnsiedlung. Dazu muss die Stadt das Grundstück vom Finanzvermögen ins Verwaltungsvermögen übertragen.
JA
Nationale Abstimmungen
Für die eidgenössischen Abstimmungen ruft die Partei der Arbeit der Schweiz auf, wie folgt zu stimmen:
1. NEIN zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)»
Die PdAS empfiehlt ein Nein zur SVP-Initiative:
– weil sie Rassismus und Fremdenfeindlichkeit schürt, ein Scheinproblem konstruiert, um Scheinlösungen anzubieten, und die Bevölkerung von den wirklichen Problemen sowie von der richtigen Art, sich zu organisieren, ablenkt;
– weil ohne ausländische Arbeitskräfte weniger Beiträge in die Sozialversicherungen fliessen würden, insbesondere in die AHV, die angesichts der in den kommenden Jahren in Rente gehenden Babyboomer höhere Beiträge benötigt;
– weil die steigende Zahl von Rentner:innen einen erhöhten Bedarf an Pflegepersonal mit sich bringt, der möglicherweise nicht gedeckt werden kann;
– weil die Begrenzung der ständigen Wohnbevölkerung dazu führen würde, dass wirtschaftliche Bedürfnisse vermehrt mit prekär beschäftigten Personen (Bewilligungen L oder G) gedeckt werden – was Lohndumping begünstigt.
2. NEIN zur Änderung vom 26. September 2025 des Bundesgesetzes über den zivilen Ersatzdienst (Zivildienstgesetz, ZDG)
Die PdAS empfiehlt ein Nein zur Änderung des Zivildienstgesetzes: Nein zur Schwächung des Zivildienstes! Nein zur fortschreitenden Militarisierung der Gesellschaft!
Die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) empfiehlt, das Zivildienstgesetz abzulehnen, da es zu einer Verschärfung der Zulassungskriterien und zu weiteren Einschränkungen für Zivildienstleistende führen würde. Insbesondere sieht das Gesetz eine Mindestdauer von 150 Diensttagen vor, um Menschen zu bestrafen, die nach der Rekrutenschule zum Zivildienst wechseln möchten (die Folge wäre ein dreimal längerer Dienst).
Die PdAS betrachtet dieses Gesetz als Teil einer allgemeinen Militarisierung der Gesellschaft. Es würde eine Situation verschlechtern, die bereits heute gegenüber Zivildienstleistenden ungerecht ist. Die PdAS spricht sich gegen den Tatbeweis aus, da dieser eine Diskriminierung von Zivildienstleistenden durch einen 1,5-mal längeren Dienst darstellt. Sie fordert, dass der Zivildienst eine tatsächlich freie Wahl wird und genauso lange dauert wie der Militärdienst.