Kommunistische Lesegruppe am 08.10.26

Am 8. Oktober lesen wir «Feminismus und Marxismus: Eine nötige Strategiedebatte» von Andrea D’Atri. Die argentinische Marxistin und Feministin Andrea D’Atri, bringt mit diesem Beitrag die Frage der Strategie zurück in die feministische Auseinandersetzung. Sie argumentiert – gegen die postmodernen und linksliberalen Strömungen, die einen allgemeinen Antikapitalismus predigen und dabei den Staat ausser Acht lassen – für die Notwendigkeit des Aufbaus revolutionärer Netzwerke in den Massenorganisationen der Arbeiter:innen und in der feministischen Bewegung.

Kommunistische Lesegruppe vom 10.09.26

Am 10. September lesen wir das «Handbuch zum innerparteilichen Feminismus» der schwedischen Vänsterpartiet (Linkspartei). Viele der Fragen, die im Handbuch behandelt werden, stellen sich linken Parteien und Bewegungen überall: Wie gehen wir mit Macht um? Wie schaffen wir politische Räume, in denen Menschen gleichberechtigt mitwirken können? Und wie gelingt es, feministische Ansprüche nicht nur im Programm zu vertreten, sondern im eigenen politischen Alltag einzulösen? Die Erfahrungen dieser schwedischen Partei können zeigen, dass feministische Organisationsentwicklung konkrete politische Praxis werden kann: durch transparente Strukturen, solidarische Konfliktbearbeitung, bewusste Förderung von Teilhabe.

Kommunistische Lesegruppe vom 27.08.26

Am 27. August lesen wir das Interview «Den Sozialismus auf kommunaler Ebene aufbauen?» mit Robert Krotzer, der seit 2017 als Stadtrat der KPÖ Graz tätig ist. Die Kommunistische Partei konnte sich in der österreichischen Stadt Graz zur mit Abstand stärksten Partei aufschwingen (über 35% der Stimmen!). Im Gespräch mit Robert Krotzer werden die Geschichte des Aufstiegs und die Gründe für den Erfolg der Partei diskutiert.

Kommunistische Lesegruppe vom 13.08.26

Am 13. August lesen wir «DDR-Sozialismus und Patriarchat» von Ursula Schröter. Schröter beschreibt in diesem Text die im Vergleich zu Westdeutschland sehr fortschrittliche Frauenpolitik der DDR, stellt aber auch fest, dass im DDR-Sozialismus gewisse patriarchale Strukturen weiterexistierten. Als Frau, die selber in der DDR aufgewachsen und gelebt hat, blickt sie auf eigene Erfahrungen zurück und zeigt hart, aber fair die Schwachstellen der sozialistischen Frauenpolitik auf sowie Verbesserungsmöglichkeiten.

Kommunistische Lesegruppe vom 30.07.26

Am 30. Juli lesen wir «Kein Grund hysterisch zu werden – Mythen und Fakten zu Sexismus» von der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Diese Broschüre will die verschiedenen Facetten sexistischen Verhaltens und sexistischer Verhältnisse unter die Lupe nehmen. Sie greift Redensarten auf, wie sie uns häufig im Alltag oder auch in den Medien begegnen. Anschliessend werden diese Mythen über die Rolle von Geschlecht in unserer Gesellschaft auf ihren Wahrheitsgehalt abgeklopft und mit Hintergrundwissen angereichert – als Argumentationshilfe für Gespräche mit Freund:innen und in der Familie oder für die politische Arbeit.

Kommunistische Lesegruppe vom 16.07.26

Am 16. Juli lesen wir «Die Familie im Kommunismus» von Alexandra Kollontai. Kollontai war eine wichtige russische Revolutionärin und Kommunistin. Im Artikel beschreibt sie eine Zukunft, in der die bürgerliche Kernfamilie durch kommunistische Einrichtungen teilweise ersetzt wird. Dadurch sollen Frauen von der Hausarbeit entlastet und den Männern gleichgestellt werden. Sie glaubt, dass Beziehungen dann freier und stärker von Liebe als von Pflichten oder finanziellen Abhängigkeiten geprägt sein werden.

Kommunistische Lesegruppe vom 02.07.26

Am 2. Juli lesen wir den Teil «Homosexualität in der Sowjetunion» aus dem Buch «Lila und Rot» von Leslie Feinberg. Feinberg war eine lesbische Kommunistin aus den USA. Ihr Buch «Lila und Rot» beleuchtet die Geschichte der LGBTQ+-Bewegung aus einer kommunistischen Perspektive. Im Teil über die Sowjetunion zeigt sie auf, dass der Sozialismus einen gewaltigen Fortschritt für queere Menschen bedeutete, sie behandelt aber auch die Rückschläge in dieser Zeit.

Kommunistische Lesegruppe vom 18.06.26

Am 18. Juni lesen wir «Über die Frauenbewegung» von Clara Zetkin. Clara Zetkin war eine bedeutende deutsche Revolutionärin, marxistische Theoretikerin sowie eine Pionierin der Frauenbewegung. In diesem Artikel beschreibt sie die Unterschiede zwischen der bürgerlichen, sozialdemokratischen und kommunistischen Frauenbewegung. Sie zeigt auf, wie «das Handeln der zweifach geknechteten Frauen von dem Wissen geleitet werden muss, dass die proletarische Revolution der einzige Weg zu ihrer Befreiung ist».

Kommunistische Lesegruppe vom 04.06.26

Am 4. Juni lesen wir ein Kapitel aus der «Junius-Broschüre» von der bekannten Kommunistin Rosa Luxemburg. Luxemburg war eine Gründerin der Kommunistischen Partei Deutschlands. In der «Junius-Broschüre» beschrieb Luxemburg mitreissend die Schrecken des Ersten Weltkriegs und zeigte schonungslos auf, wie die deutschen Sozialdemokrat:innen durch ihre Unterstützung der eigenen Regierung im Krieg die Grundsätze des Sozialismus verraten haben.