Wohnen ist Klassenkampf…

… denn Mieten sind ein Hebel für Kapitalist:innen, einen Teil des Lohns, der den Arbeitenden ausbezahlt wurde, zurückzuholen. Zwei linke Initiativen geben die Möglichkeit, das einzuschränken. Die Hausbesitzer zerren mit einer dritten Initiative in die andere Richtung.

Wohnungsinitiative

  • Die Wohnungsinitiative ermöglicht es dem Kanton, mehr gemeinnützigen Wohnraum zu bauen.
  • Da dieser keine Renditen abwerfen muss, sind Mieten hier üblicherweise nur halb so hoch.
  • Ohne Profitmotiv kann auch ökologisch gebaut werden – für den «Markt» notorisch uninteressant, da es nicht rentabel wäre!
  • Der Gegenvorschlag schafft keine Verbesserung.

 Ja zur Initiative, Nein zum Gegenvorschlag

Wohnschutz-Initiative

  • Schutz vor Leerkündigungen und steigenden Mieten: Sanierungen, die primär der Erhöhung der Mieten dienen, können mit der Initiative auf Gemeindeebene verhindert werden.
  • Wenn Wohnungen abgerissen werden, sollen Eigentümer:innen eine vergleichbare Zahl von bezahlbaren Wohnungen erstellen.
  • Der Gegenvorschlag ändert hingegen nichts an der aktuellen Situation.

Ja zur Initiative, Nein zum Gegenvorschlag

Wohneigentums-Initiative

  • Diese Initiative von rechts zielt komplett an den momentanen Problemen vorbei.
  • Sie zwingt die Gemeinden, den Eigentumsbau gerade auf Kosten der gemeinnützigen Wohnungsbau zu fördern.
  • Die Initiative verschärft die Wohnungsnot und schadet den Mieter:innen langfristig.

Nein zur Initiative

Die Partei der Arbeit fordert als sofort wirksame Lösung eine Mietzinskontrolle mit einer Obergrenze für die Mieten, um die Profitgier der Immobilienkapitalisten einzuschränken. Sie unterstützt am 14. Juni aber auch die beiden Wohn-Initiativen, selbst wenn diese nur eine schwache Aufforderung an Behörden sind, die mehrheitlich kein Interesse an einer wirksamen Umsetzung haben.