04.11.23 – Bern, 14:00 (Schützenmatte)

Die israelische Regierung führt eine beispiellose Terrorkampagne in Gaza durch, die die gesamte Bevölkerung von Nahrungsmitteln, Strom, Wasser, Treibstoff, medizinischer Versorgung und Medikamenten abschneidet. Sie blockiert auch die Einfuhr von Medikamenten, die von der WHO geschickt werden. Das israelische Militär bombardiert Häuser, Universitätsgebäude, Spitäler, Märkte und Gebetsstätten. Schätzungen gehen aktuell von mehr als 5’700 Toten, davon mindestes 2’300 Kindern, und 14’200 Verletzten in Gaza aus. Angesichts der angedrohten vollständigen Zerstörung ihre Städte sind eine Million Menschen aus Nordgaza in den Süden geflohen, wo sie an der Grenze zu Ägypten festsitzen. Die medizinische Infrastruktur ist durch die Blockade von Hilfsgütern und Strom endgültig zusammengebrochen.

Die israelische Regierung führt auch einen massiven Propagandakrieg, der von den westlichen Ländern unterstützt wird. Dieser stützt sich auf Islamophobie und antiarabischen Rassismus gegenüber den 2,3 Millionen Palästinenser:innen, die im Freiluftgefängnis Gaza festsitzen.

Unterdrückung ist die Hauptursache für Gewalt. Israels ausgesprochen brutales Kolonial- und Apartheidregime hat 1948, vor 75 Jahren, mit Massakern, ethnischen Säuberungen und einer massiven Enteignung der palästinensischen Bevölkerung begonnen, wodurch 750.000 Palästinenser:innen ins Exil gezwungen wurden. Wäre das israelische Regime des Kolonialismus und der Apartheid vor Jahrzehnten verurteilt und zur Rechenschaft gezogen worden, wären wir heute nicht an diesem Punkt angelangt. Um der Gewalt ein Ende zu setzen, muss man der Unterdrückung ein Ende setzen.

Angesichts der Komplizenschaft der westlichen Länder und der Mainstream-Medien, angesichts ihres
Schweigens zu den israelischen Kriegsverbrechen mobilisieren wir, als Zivilgesellschaft, und fordern,
dass sich auch die Schweiz für Folgendes einsetzt:

 

Einen sofortigen Waffenstillstand einschliesslich der Einstellung der israelischen Bombardements

Die sofortige Aufhebung der Blockade und Belagerung des Gazastreifens

Die Anwendung des internationalen Rechts, einschliesslich der 4. Genfer Konvention und die Verfolgung aller Kriegsverbrechen

Die Reaktivierung des UN-Ausschusses gegen Apartheid.

Freilassung aller palästinensischen Gefangenen

Gleiche Rechte für alle Menschen im historischen Palästina

Ein Engagement der Schweiz im Uno-Sicherheitsrat für militärische und wirtschaftliche Sanktionen gegenüber dem Staat Israel

Den sofortigen Stopp jeglicher Investitionen in Unternehmen, die in die israelische Siedlungs- und Sicherheitspolitik involviert sind

Die Einhaltung des Rechts auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit in der Schweiz, ein Ende der Demonstrationsverbote und Entkriminalisierung der palästinensischen Solidaritätsbewegung

 

Angesichts der Komplizenschaft der westlichen Länder und der Mainstream-Medien, angesichts ihres Schweigens zu den israelischen Kriegsverbrechen mobilisieren wir, als Zivilgesellschaft, und fordern, dass sich auch die Schweiz für Folgendes einsetzt:

Wir rufen dazu auf, keine anderen Fahnen als die palästinensische Fahne mitzubringen. Dies nicht um Solidarität zwischen verschiedenen Widerstandskämpfen auszublenden, sondern vielmehr, um eine Vereinnahmung zu verhindern. An der Demo wird keine Form von Rassismus, einschliesslich Islamophobie und Antisemitismus, oder andere Form von Diskriminierung toleriert.

Dieser Aufruf wird mitgetragen von:
Alliance for Palestine, Apartheid Free Zone, Bern for Palestine, BDS Genève, BDS Lausanne, BDS Neuchâtel, BDS Schweiz-Suisse, Collectif Action Palestine CAP Neuchâtel, Collectif, Urgence Palestine Genève, CUP Vaud, der Funke Schweiz, DIA kollektiv, Gerechtigkeit & Frieden in Palästina, Gesellschaft Schweiz Palästina, Kommunistische Jugend Bern,  Kommunistische Jugend Schweiz / Jeunes POP Suisse, Lausanne Palestine, Palästina Komitee Basel, Palästina Komitee Zürich, Palästina-Solidarität Region Basel, Partei der Arbeit der
Schweiz PdAS/ Parti Suisse du travail PST-POP, Schwarze Schweiz Online Archiv, solidaritéSGenève, SYKP Schweiz, Trans Open Wardrobe,Verein Schweiz Cuba